Über mich und meine Malerei


Zur Person:

geboren am 05.08.1971 in Schwerte, NRW

Dipl.-Sozialpädagogin und bildende Künstlerin.

1988-1990 Fachoberschule für Gestaltung in Iserlohn, 

einjähriges integriertes Praktikum im Malsaal der städtischen Bühnen Dortmund. 

Seit 2006 wohne und arbeite ich ihn Wuppertal.

 

Im Malsaal

Das Jahr im Malsaal der städtischen Bühnen Dortmund war eine sehr interessante Zeit, die mich intensiver an das  künstlerische Arbeiten herangeführt hat. Dort habe ich viel gelernt über Farbgestaltung, Anmischen von Farbtönen, Reproduktion von Bildern auch auf großen Flächen,plastisches Arbeiten mit Ton und verschiedene Techniken des Abformens mit Gips.   

In jenem Jahr begann die Kunst einen größeren Schwerpunkt in meinem Leben einzunehmen.

Auch durch den Austausch und das gemeinsame Erschaffen von Kunst in der Schule und der Arbeit.

Auch nach dieser Zeit habe ich immer wieder mal Kurse absolviert um neue Anregungen zu erhalten.

 

Tonarbeiten auf der Drehscheibe

2018 habe ich begonnen Keramik auf der Drehscheibe zu erstellen, was ich sehr magisch finde..wenn man  in der Lage ist die Hände und Finger so zu kontrollieren dass sie es schaffen ein Gefäß zum Leben  zu erwecken.

Der Moment in dem der Tonklumpen transformiert und in Minuten kleinste Bewegungen eine großartige Veränderung  bewirken...wie wunder-voll!

 

Ich. Die Malerei. Hier und Jetzt. Authentizität. Fühlen.  

Die Freude am Malen, Plastizieren , am  kreativ sein, begleitet mich seit meiner Kindheit...

In meiner Jugend wurde es zu einer wertvollen, nonverbalen Ausdrucksform.

In Verbindung mit eigenen lyrischen Texten war es wie Tagebuch schreiben .

 

Damals entstand auch die Vorliebe für filligrane Skizzen und Zeichnungen.

wobei die dargestellten organischen Formen sich immer mehr abstrahieren.

 

Das Malen.

Eine neue Form des Malens, das intuitiv, experimentelle und oft abstrakte ,kam Anfang 2000 hinzu, 

als ich begann großflächiger auf Leinwänden zu malen.

Die große Fläche gibt einen viel weiteren Raum, gibt Freiheit...

Das Gefühl von Loslassen, in der Gegenwart zu sein, zu fühlen...erfüllt mich.

 

Dieses Gefühl des Fließens, geleitet vom Empfinden, ob etwas passt oder nicht, schließt die Kontrolle des Denkens aus. Dann befinde ich mich im Hier und Jetzt ohne Gedanken an Vergangenheit und Zukunft... 

So öffnet sich ein Raum der Sinnlichkeit, in dem intuitive Kunst geboren werden darf.

Jenseits von falsch oder richtig entstehen dann spielerisch experimentell authentische Werke.

 

Authentisch zu sein, bedeutet dabei für mich innere Welten, Gefühle frei von Zensur auszudrücken, Alles darf sein, reguliere ich nicht über meinen Verstand,  verberge ich nicht. Ohne Angst vor Verurteilung , alles zu zeigen, was mir wichtig ist, wertvoll und zu mir gehört.

 

Meine Themen

Abstrakte, organische Formen 

Meine Werke sind oft abstrakt, bilden häufig organische Formen ab...

der Kreis, die Spirale sind Formen die mich  beeindrucken.

Der Kreis, ist für mich der Anfang,Beginn allen Lebens, wie das Ei, ein Kreis aus dem Leben entsteht, Wege beginnen...

 

Die Natur

Die Natur ist für mich Harmonie, Ruhe, Natürlichkeit, Sinnlichkeit.

Uns Menschen und auch die Natur verbindet der Wandel, wir sind ein Teil des großen Ganzen...

Wir entstehen, wachsen, wandeln uns, vergehen...   

 

Der Fluss des Lebens verbindet uns alle.

 

Transformation

Mich fasziniert die Vorstellung eines Samens, ein Keimling, bei dem ich die Veränderung des beginnenden Lebens zuerst nicht erkenne, sie findet jenseits unserer Wirklichkeit im Dunkeln statt.

Dann irgendwann wird sie sichtbar, erkennbar für unsere Augen und  Wirklichkeit.

Übertragbar auf den Menschen, finden viele Veränderungen in uns statt, nicht sichtbar, nicht bewusst, lange nicht äußerlich erkennbar..

auch oft nicht bewusst im Gefühl dieses Menschen...nach und nach findet das statt...

dann nach langer Zeit bricht die Schale auf...

der Mensch transformiert...in ein neues Bewusstsein, ein neues Leben.   

 

Die Zerbrechlichkeit des Augenblicks. 

Meine Malerei.

Wir leben im Moment, nur dieser ist stabil...Augenblicke sind zerbrechlich, das Leben fließt und wir fließen mit .  

 

Beim Malen mit Acrylfarben lasse ich verdünnte Farben fließen, sich vermischen schaue welche Strukturen daraus entstehen, überdecke manches, einiges, arbeite neue Formen heraus...

Das wenigste ist geplant, da gibt es manchmal eine vage Vorstellung, die trotzdem oft verworfen wird.

Ich lasse es äußerlich und dazu innerlich fließen ,vom Gefühl beurteilen ob und wann es passt.

 

Den kreativen Prozess begleiten veschiedene Phasen, schwierig sie zu benennen...

das Fließen, Strukturierung, kreative Krise, Loslösung, Erkenntnis,Abschluss.

Sie können ins alltägliche Leben übertragen werden und helfen Problemlösungen zu entwickeln.